EnglishFrenchGermanItalianPortugueseRussianSpanish

und hinauf aufn Sonnenkopf - super Neuschnee ...

View on Facebook

Wald am Arlberg – Dalaas

DALAAS (835 m) und WALD AM ARLBERG (1038 m)

 

Name

1303 urkundliche Erwähnung als „Talaus“, 1386 „Talas“.

 

Geographie

Dalaas – mit den eigenständigen Ortsteilen Dalaas und Wald am Arlberg – bietet durch die ideale Lage den geographischen Mittelpunkt des Klostertales. In Dalaas-Tal wohnen die meisten Bewohner entlang der Hauptstraße und der Alfenz. Die anderen, größeren Siedlungen liegen an einem Hang, „sunnahalb“, sie ist eine Streusiedlung.
Durch die Schnellstraße und den Dalaaser Tunnel wird Dalaas umfahren, und damit der Durchzugsverkehr von der Ortschaft ferngehalten.

Die zwei „blauen Perlen“ – der Formarinsee und der Spullersee – bilden den Mittelpunkt des Lechquellengebirges (Zusammenfluss von Formarinbach und Spullersbach zum Fluss Lech).

 

Bevölkerung
Ca. 1700 Einwohner

 

Bedeutende Bauwerke

Schmiedtobelbrücke, Oberwasserstollen Alfenzkraftwerk Innerwald und Innerbraz, Dalaaser Tunnel.

 

Geologie

Wenn man von Dalaas auf der Hauptstraße Richtung Wald am Arlberg unterwegs ist, fährt man bei der Sägerei Engstler über einen Buckel. Es handelt sich hier um einen Murschuttkegel des Klemmetobels. Dalaas befindet sich zwischen dem südlichen Lechquellengebirge (Klostertaler Alpen) im Norden und dem Klostertaler Kristallin (Verwall Nord-Mitte). Die Gesteine der Klostertaler Alpen sind überwiegend Kalkgesteine, die auf einem flachen Schelf abgelagert wurden.

Knapp westlich vom Kristbergsattel (1847 m) setzen sich die Klostertaler Alpen (Südliches Lechquellengebirge) der Nördlichen Kalkalpen nach Süden in den Kalkalpinen Davenna-Stock (Verwall Nord –West, Davennakopf-Davenna-Zwölferkopf-Itonskopf-Gruppe) fort. Der höchste Gipfel ist der Itonskopf mit 2089 m. Er ist ein lohnendes Ziel für Wanderer.

 

Geschichte

  • Bergbau schon ab etwa 830 („ministerium ferraires“) bekannt. Seit dem Mittelalter Alp- und Maisäßwirtschaft. Die Ortschaft hat sich ab etwa 1300 aus einer Bergwerkssiedlung entwickelt.
  • Urkunde 1303 als Bergwerksiedlung „zu Talaus“.
  • 1350- 1380 Einwanderung der Walser.
  • 1350 stand schon eine Kapelle in Dalaas; Besiedlung seit dem Mittelalter bekannt. Durch den Bergbau am Kristberg hat die Ortschaft an Bedeutung gewonnen. In Dalaas wohnten einige Silberer, die Wohlstand in die Ortschaft brachten. Im 18. Jh. ist der Bergbau verfallen.
  • Dalaas war auch von je her eine wichtiger Ort für Post und Pferdewechselstation.
  • 1920 elektrisches Licht in Dalaas

 

Wirtschaft

Landwirtschaft, Tischlereibetrieb, Sägewerk, Fuhrunternehmen, Sommertourismus, Wintertourismus, Berufspendeln (Sonnenkopfbahnen, im Winter Paludalift).

 

Besondere Ereignisse (beispielhaft)

  • 1687: Hochwasserkatastrophe Dalaas
  • 15. Juni 1910: Hochwasserkatastrophe durch die Alfenz mit großen Vermurungen
  • 1947 entgleist ein Güterzug, die Lokomotive kommt erst gut 20 km später in Nüziders zum Stehen.
  • 1951: Muttentobellawine Dalaas
  • Am 12. Jänner 1954 zerstörte die Muttentobellawine das Bahnhofsgebäude der ÖBB Dalaas, es gab 11 Tote.
  • Zerstörung der Schanatobelbrücke 1968 durch Lawine.
  • Zu den besonderen Ereignissen und Schwierigkeiten der Bahnstrecke gehörten die Probleme an der Trasse die Gipsschichten der Raibler Schichten. Hier erfolgten immer wieder Gleissenkungen. Bis 1925 hat man in der unmittelbaren Nähe der Bahntrasse Gips im Tagebau gewonnen. Ab 1925 betrieb man den Abbau im Untertagebau. 1960 wurde der Gipsabbau eingestellt.

 

Sehenswürdigkeiten

  • Kath. Pfarrkirche zum Heiligen Oswald, erbaut 1507
  • Die Kirche Heiligkreuzkapelle, erbaut 1748
  • Die Kapelle St. Martin auf Maso
  • Die Kapelle der Mutter Gottes am Poler

 

Natur- und Kulturwanderungen (beispielhaft)

  • Alfenzweg, Formarinsee, Steinernes Meer (ausgedehnte wunderbare Karstlandschaft)
  • Der Lechweg beginnt beim Formarin See und führt weiter über Formarin Alpe, Spullersee, Freiburger Hütte (1918 m,Eröffnung 1912)
  • Die Wanderung Spullersee-Formarinsee kann man als Lechquellenwanderung bezeichnen, Itonskopf, Fallbach, etc.

Es lohnt sich hier ein Bisschen über den Tellerrand zu schauen und über den Kristbergsattel (1486 m) weiter hinunter zur St. Anna-Bergknappenkirche zu wandern. Es ist erstaunlich, was wir hier alles über die Bergbaugeschichte erfahren. In Silbertal ist die Geschichte des Bergbaues im Bergbaumuseum verewigt.
An dem markierten Weg von Dalaas geht man knapp unter dem Kristbergsattel an einer Waldkapelle und an Mauerresten vorbei. Hier baute einst der Einsiedler Joss (Jodok) Erhard eine Kapelle und eine Klause.
Sowohl bei der Kapelle als auch an den den Mauerresten sieht man noch Relikte von damals.

Auch über das Bruderhäuslein ist eine spannende Geschichte verfasst. Es ist eine Sage, die Einheimische noch gerne erzählen.

Richtung Silbertal fällt uns schon die St. Agatha-Bergknappenkirche auf. Die Vorgängerin war eine Kapelle und galt als das älteste Gotteshaus in Montafon. Nicht nur die Kirche, sondern auch das von Adolf Zudrell gestiftete Bergknappendenkmal erinnern an die frühere Blütezeit des Bergbaus im 14. Jahrhundert. Das Ende des Bergbaus besiegelten die billigen Erzimporte aus Übersee.

 

 

 

AUSSERWALD: 963 m

 

Name

Die Bezeichnung liegt auf der Hand. Der Ortsteil liegt talauswärts von Innerwald.

 

Geographie

Östlicher Ortsteil von Dalaas zwischen Radonatobel und Stelzistobel. Der alte Kern konzentrierte sich um die Kirche.

 

Geologie

Ein Großteil von Außerwald befindet sich sonnenseitig auf dem Murschutt-Schwemmkegel vom Radonatobel. Er gehört zu den größten Tobeln im Klostertal. Geringere Bedeutung haben Annatobel und Ursprungbach. Im Talboden – südlich von der Alfenz – sind rote Sandsteine, Schiefer und Konglomerate zu finden.

 

Geschichte

Siehe Dalaas. Außerwald profitierte natürlich auch vom Kraftwerksbau.

 

Wirtschaft

Der bäuerlichen Bevölkerung brachte der Bahnbau, Kraftwerksbau und auch die Bahn.

 

Bedeutende Bauwerke

  • Radonatobel Brücke der ÖBB
  • Gebäude des Alfenzkraftwerks (Oberwasserstollen, Hauptstollen); Braz (Innerwald-Innerbraz) wurde 1954 fertig

 

Besondere Ereignisse (beispielhaft)

  • Bergsturz Fürggele 1940

 

Sehenswürdigkeiten

  • Kath. Pfarrkirche der hl. Mutter Anna, errichtet zwischen 1930 und 1931
  • Die St. Anna Kapelle, deren Geschichte bis ins Jahr 1728 zurückgeht.
  • Die Wegkapelle hl. Martin auf Radona
  • Das Heimatmuseum/Klostertalmuseum (seit 1991)
  • Die Radonatobelbrücke
  • Gedenktafel, die an den Industriellen Sholto Douglas erinnert, der im Radonatobel tödlich verunglückte

 

Natur- und Kulturwanderungen

Sehenswürdigkeiten: Alp Mähra, Radonatobel (nur mit Ortskundigen), Sonnenkopf Bärenland, Muttjöchle, Bahnwanderweg, Wanderung auf Glong, Grafenspitz, Spullersee, Ravensburger Hütte (1947 m).

 

 

INNERWALD: 1038 m

 

Name: Der Ortsteil liegt taleinwärts von Außerwald.

 

Geographie

Östlichster Ortsteil von Dalaas zwischen Stelzistobel und Spreubach. Durch die Schnellstraße, die sich außerhalb der Ortschaft befindet, wird der Durchzugsverkehr und der Lärm von der Ortschaft ferngehalten.

 

Geologie

Am Fuße der Klostertaler Alpen. Früher war beim Sonnenbühel ein kleiner Steinbruch. Von dieser unscheinbaren, zum Teil verwachsenen Steinbruchwand gewann man die roten Quadersteine für das Bahnhofgebäude in Wald am Arlberg.

 

Geschichte

  • Früher war Innerwald eine Bahnstation der Arlbergbahn. Die Station hatte den Namen „Danöfen“. Der Bau des Kraftwerkes Spullersee brachte große Veränderung und auch Aufschwung nach Innerwald.
  • Bis 1928 hatte der Bahnhof in Wald am Arlberg den Namen „Danöfen“.

 

Wirtschaft

Landwirtschaft, Sommertourismus, Wintertourismus (Sonnenkopfbahnen).

 

Bedeutende Bauwerke

  • 1919-1925: Bau des ÖBB Speicherkraftwerks Spullersee. In dieser Zeit entstand auch eine größere Wohnsiedlung. Der Bau dieses Kraftwerkes hatte sehr große Bedeutung nicht nur für die Bahn sondern auch für Innerwald und für das Klostertal. Die Eröffnung war am 1. Mai 1925. Während des Baus waren – je nach Jahreszeit und Baufortschritt – zwischen 600 bis 900 Personen beschäftigt. Die Zementsäcke wurden noch vom Tal hoch zum Grafenspitz auf dem Rücken getragen. Zwischen 1951- 54 wurde das Alfenzkraftwerk Braz mit dem Oberwasserstollen zwischen Innerwald und Innerbraz errichtet.

 

Sehenswürdigkeiten

  • Eingang Krafthaus Kraftwerk Spullersee: eine sehr interessante fast monumentale Architektur
  • Wegkapelle hl. Sebastian beim Stelzistobel
  • Kapelle Maria Hilf beim Glongbach
  • Sankt Loy (hl. Eligius von Reims) beim Spreubach
  • Bahnstationsgebäude Wald am Arlberg aus Kalk und rotem Verrucano-Sandstein

Der Burtschakopf im Süden ist am besten von Innerwald sichtbar, am Wanderweg Alter Bahn ist er ständig in unserem Blickfeld, von diesem Wanderweg hat man einen sehr schönen Überblick von Klösterle und auch von Danöfen, Bahnstationsgebäude Wald am Arlberg.

Klostertal
27. Mai 2017, 12:00
Wolkenlos
Wolkenlos
13°C
Gefühlte Temperatur: 17°C
Aktueller Luftdruck: 1020 mb
Luftfeuchtigkeit: 35%
Wind: 3 m/s W
Böen: 3 m/s
Sonnenaufgang: 5:32
Sonnenuntergang: 21:03